Knochenfehlstellung

Eingetretene Fehlstellungen, wachstums- oder unfallbedingt, im Bereich der oberen und unteren Extremität, aber auch der Wirbelsäule sowie Beinlängendifferenzen, müssen und sollten in den meisten Fällen nicht hingenommen werden. Es gilt dabei Spätschäden, insbesondere vorzeitige Gelenkschäden (Arthrosen), durch Fehlbelastungen zu verhindern. Nicht zuletzt spielen auch kosmetische Aspekte eine Rolle.
Für eine erfolgreiche Korrektur ist zunächst die eingehende dreidimensionale Anaylse der Deformität notwendig. Dies geschieht nach eingehender körperlicher Untersuchung mit modernen bildgebenden Verfahren. Anhand der aktuellen Korrekturrichtgrössen erfolgt die Erstellung eines Behandlungsplanes.

Zur Korrektur von Fehlstellungen und Verkürzungen stehen unterschiedliche bewährte und moderne operative Verfahren zur Verfügung, unter anderem:
- Verlängerungsnägel
- Dreidimensional korrigierende Ringfixateursysteme mit computergestützter Planung der Korrektur
- Im Wachstumsalter sogenannte temporäre Epiphyseodesen (z.B. "8-plate")
- Korrekturosteotomien und Osteosynthese mit winkelstabilen Platten

Für die Rekonstruktion von Knochendefekten und Pseudarthrosen über grössere Strecken, unter anderem
- vaskularisierte oder nicht vaskularisierte Auografts
- Masquelet-Technik
- sogenannte Segmenttransport

An der oberen Extremität sind Bewegungseinschränkungen und Achsfehlstellungen sowie im Bereich des Ellbogens ebenfalls mit modernen Fixateursystemen minimalinvasiv gut behandelbar.